Sharon Dodua Otoo

Sonntag, 13. Februar 2022, 17 Uhr

Port25 – Raum für Gegenwartskunst, Hafenstraße 25-27, Mannheim

Moderation: Eleonore Hefner

» … als ich gemerkt hatte, dass der Streifen unter meinem Bauchnabel wieder anfing, nachzudunkeln, liess ich nichts unversucht.

Zunächst betete ich zu Jehova, Gott der Weißen, denn mir wurde erzählt, er sei eifersüchtig, und ich dachte, er würde es mir bestimmt hoch anrechnen, dass ich mich mit meinem Anliegen zuerst an ihn wendete. So hatte ich meine Augen geschlossen, meine Hände ineinandergefaltet und meine Lippen eifrig bewegt.

Noch auf den Knien kam mir der Gedanke, dass es vorteilhaft wäre, gleich als Nächstes der Küstengottheit Ataa Naa Nyanimi zu huldigen, da die Kombination des männlichen „Ataa“ und des weiblichen „Naa“ sicherlich noch mächtiger wäre als die Einseitigkeit Jehovas. «

(Aus: Adas Raum © S. Fischer-Verlag 2021)